Was unterscheidet den Tischler vom Schreiner


Die Anwendung der Begriffe des Tischlers und des Schreiners unterscheidet sich im deutschsprachigen Raum je nach Regionen. So wird die Begrifflichkeit des Schreiners größtenteils in den Regionen Baden Württemberg, Bayern, Hessen, im Saarland sowie in der Deutschschweiz und in Niederösterreich angewandt. In den verbleibenden Teilen des deutschsprachigen Raumes wird das Berufsfeld dagegen als Tischlerei bezeichnet. Geschichtlich spaltete die Tischlerei sich im 12. Jahrhundert von der Zimmerei ab. Entgegen allgemeiner glischeehafter Ansichten finden sich in der Branche in Deutschland nur ein geringer Anteil an kleineren Schreinereien – ein Großteil des deutschen Schreinerhandwerks ist heute von Mittelständischen bis großen Betrieben besetzt.

Tätigkeitsmerkmale des Schreinerhandwerks

Die Tischlerei gehört zu den Ausbildungsberufen und hat eine Ausbildungszeit von 3 Jahren. Das Handwerk fordert den Auszubildenden ein hohes Maß an Kreativität ab. Zudem sollten die Lehrlinge ein hohes Maß an handwerklicher Begabung haben. Außerdem sollte ein gewisser Hang zum technischen Malen vorhanden sein.

Das Berufsfeld der Schreinerei teilt sich in 3 Untergruppen untergliedert werden – Bautischler, Möbeltischler und Modelltischler. Besondere Anforderungen an die Kreativität der Schreiner stellt das Gebiet der Innenarchitektur.

Anforderungen an den modernen Schreiner

Insbesondere bei der Erstellung von Möbeln ist der moderne Schreiner hier gefordert mit dem Trend der Zeit zu gehen und moderne Möbel zu konstruieren die praktisch sind und von Form und Farbe dem Zeitgeist entsprechen. So kann modernes Schreinerhandwerk wesentlich zur Wohnlichkeit des Eigenheimes beitragen. Den Kunden bieten sich hier eine Vielzahl von Möglichkeiten die Leistungen von Schreinern in Anspruch zu nehmen. Beispielsweise können Eigenheimbesitzer durch neues Mobiliar die Attraktivität ihres Eigenheimes vergrößern. Weniger kreativen Input erfordert hingegen das Tätigkeitsfeld des Bauschreiners. Dieser befasst sich mit Treppenbau oder mit der Erstellung von Fenstern und Türen.



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Mehr Raumgewinn durch Innenausbau des Dachbodens

Früher wurden Dachboden und Keller von Einfamilienhäusern allenfalls zum Wäsche aufhängen oder als Stauraum genutzt. Heutzutage werden alle Strukturen des Hauses als Wohnraum genutzt. Der Nutzen ist einleuchtend. Für kleinere Flächen ist weniger Energie notwendig, um sie zu beheizen. Mit dem richtigen Innenausbau kann so individuelle Wohnfläche gerade im Bereich des Dachbodens geschaffen werden.

Planung ist vor allem im Innenausbau das halbe Leben

Schon im Vorfeld des Innenausbaus müssen natürlich wichtige Entscheidungen getroffen werden. Elementar ist hier vor allem die Wahl der Fenster und ihrer Position. Dabei sind vor allem der daraus resultierende Lichteinfall und die Bedienbarkeit der Fenster die vorrangigen Faktoren. Das Stellen der Wände zur Raumtrennung ist eher eine individuelle Sache und kann auch während der Bauphase noch umentschieden werden.

Isolierung der Innenausbauelemente sichert Energieersparnis

Um nicht nur einen Raumgewinn, sondern auch einen Gewinn für die Geldbörse zu erreichen, ist eine Wärmeisolierung des Innenausbaus von Nöten. Hier wird überwiegend mit Mineralwolle gearbeitet, da diese sich leicht und passgenau verarbeiten lässt. Bei manchen Ausbauarbeiten, zum Beispiel wenn die Sparren des Dachstuhls eng zusammenstehen, muss in die Statik eingegriffen werden. Dieser Schritt sollte immer von einem Fachmann genau überprüft werden.

Dämmung des Bodens im auszubauenden Bereich

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Dämmung des Bodens. Auch hier sollte sehr genau mit den Dämmstoffen gearbeitet werden. Schon kleine Durchlässigkeiten an den Isolierplatten können später einen starken Unterschied im Geräuschpegel des Trittschalls bedeuten. Auch auf den Brand- und Feuchtigkeitsschutz gilt es das Augenmerk zu richten. Auch hier ist man angehalten, von einem Fachmann im Vorfeld der Innenausbauarbeiten Rat einzuholen.

Innenausbau – Wände stellen und alles gut verspachteln

Sind diese Arbeiten erledigt und die Substanz des Innenausbaus gewährleistetkann mittels Ständerprofilen, die meist aus Aluminium gefertigt sind, die Raumaufteilung festgelegt werden. Mittels Gipskartonplatten wird das Raumskelett später verkleidet. Dank der leichten Bauweise dieser Platten lässt sich so nahezu jede Form im Raum realisieren.



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Treppenarten und ihre Unterschiede

Der Treppenbau ist einer der traditionellen Zweige des Tischlerhandwerks. Die Gestaltung– und Artenvielfalt reicht dabei von der einfachen Haustreppe bis hin zur aufwändigen Wendeltreppe.

Die Bauform der Treppenarten

Zunächst sind drei Formen für eine Treppe denkbar. Die gerade Treppe, die geeckte Treppe und die gewendelte Treppe. Die gerade Wohnungstreppe hat dabei standardmäßig 14-15 Stufen, was sich ungefähr dem Niveauunterschied von Boden- und Deckenhöhe entspricht.Treppen über Eck werden vor allem bei größeren Raumhöhen verbaut. Wendeltreppen sind die Königsdisziplin, da sie etwas anspruchsvoller gefertigt werden müssen und dem Raum einen anmutenden Charme verleihen.

Die Treppenarten im Detail

Doch nicht nur in den Treppenformen gibt es Unterschiede. Auch wie die Stufen verbaut sind und ob die Treppe frei im Raum steht oder an einer Seite der Wand verankert ist unterscheidet sich. Ein Überblick der verschiedenen Treppenarten:

  • Gestemmte Wangentreppe ohne Setzstufen aus Massivholz
  • Gestemmte Wangentreppe mit Setzstufen aus Massivholz
  • Aufgesattelte Treppe aus Massivholz
  • Einholmtreppe aus Massivholz
  • Wangenfreie Holztreppe

Die gestemmte Wangentreppe ist das gängigste Modell in der Familie der Treppenarten. Es gibt sie in zwei verschiedenen Varianten: Mit und ohne Setzstufen. Das System ergibt er sich aus drei- beziehungsweise vier Teilen. Zwischen die beiden Wangen der Treppe werden die Stufen eingesetzt bzw. eingestemmt. Zusätzlich können vertikal noch sogenannte Setzstufen zur Standsicherung der Treppe eingefügt werden, sodass ein geschlossenes System entsteht. Diese Treppenarten gelten als sehr robust und sind daher weit verbreitet.
Bei der aufgesattelten Treppe werden die Stufen hingegen auf die Wangen aufgebracht. Die Einholmtreppe zeichnet sich da durch aus, dass die Stufe mittig auf einen Holm aufgebracht wird, was zum einen platzsparend ist, zum anderen aber auch statisch gute Auslotung voraussetzt. Die wangenfreie Treppe besitzt nur an einer Seite eine Wange. Auf der anderen Seite ist die Stufe direkt mit der Wand verschraubt.

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Ausbildung in der Tischlerei – der beliebteste Lehrberuf Deutschlands

"tischlerlehre"

Tischlerlehrling an der Bandsäge - © jando by Stock.xchng

Laut Angaben des Statistischen Bundesamts ist der Beruf des Tischlers auch 2009 weiter in der Rangliste gestiegen und besetzt im männlichen Bereich mittlerweile die Führungsposition. Der Statistik zufolge ist bei 2,3 % der männlichen Auszubildenden der Umgang mit Holz sehr beliebt. Im Moment befinden sich 21.795 Lehrlinge in deutschen Tischlereibetrieben in der Ausbildung.

Tischlerei ist mehr als ein Handwerk – Tischlerei ist Kunst

Das Tischlereihandwerk ist dabei gleichzeitig eines der ältesten Gewerbe der Welt. Gerade auch der kreative Zweig dieses Gewerbes macht dieses Berufsfeld für viele so attraktiv. Die individuelle Gestaltung von Möbeln, Treppen und Einbauschränken sind nur einige Bereiche, in denen auch immer eine künstlerische Ader gefragt ist. Ein Unikat zu erschaffen scheint ­dabei einer der tragenden Gedanken zu sein.

Die Weiterbildungsmöglichkeiten in der Tischlereibranche sind weitläufig

Darüber hinaus sind auch nach der Ausbildung viele Möglichkeiten zur Weiterbildung denkbar. Einige davon sogar äußerst gut bezahlt. Darunter sind spannende Tätigkeitsfelder wie Restauration, Möbel- und Holzdesign, Innenarchitektur oder Schiffs- und Jachtbau, um nur einige zu nennen.

Die Zukunft der Tischlerei liegt vor allem im Trockenbau

Natürlich sind diese Sektoren sehr speziell und nicht jeder kann in diesen Bereichen Fuß fassen. Doch auch für die breite Masse gibt es genug zu tun. In den vergangenen Jahren hat die Tischlereibranche sich den Sektor des Trocken- oder auch Innenausbaus erschlossen. Im überwiegenden Teil aller Neubauten fallen diese Arbeiten mittlerweile an und ein festes Bauumfeld hat sich etabliert. Auch hier sind Talent und Geschick gefragt, um Kunden- und Architektenwünsche in Raumlösungen umzusetzen. Auch im Fensterbau sind Tischlereien immer wieder anzutreffen. Der Bedarf ist also groß und auch vor einer weiteren Automatisierung der Abläufe und damit der Rationalisierung brauch der Tischler sich durch die große Abhängigkeit von menschlichen Eigenschaften in den Schaffensprozessen nicht zu fürchten.

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Tischler und Schreiner – ein Branchenreport im Jahr 2010

"Tischlerhandwerk"

Tischler bei der Arbeit - © Irane by Stock.xchng

Der Beruf des Tischlers oder auch Schreiners ist in Deutschland etwa um 800 n.Chr. entstanden. Ein sehr altes und etabliertes Handwerk also, dass sich im Laufe der Zeit sehr gewandelt hat. Tischler und Schreiner sind grundsätzlich identisch. Die differenzierten Begrifflichkeiten rühren nur vom unterschiedlichen regionalen Sprachgebrauch her. Während man im Süden Deutschlands den Begriff Schreiner gebraucht, wird im Norden Tischler gesagt. Der Schutzheilige dieses Handwerks ist St. Josef. Die Tätigkeitsgebiete dieser Branche liegen traditionell in der Holzbearbeitung.

Tischler und Schreinerausbildung – vom Lehrling zum Gesellen

Die Ausbildung ist bundesweit auf drei Jahre festgelegt und ist in einen schulischen und einen betrieblichen Abschnitt aufgeteilt. Der Tischlerlehrling absolviert in seinem ersten Ausbildungsjahr ein so genanntes BGJ (Berufs-Grundbildungs-Jahr) das meist in einer berufsbildenden Einrichtung absolviert wird. Erst danach geht er in den Betrieb und arbeitet in der Praxis. Im Gehaltsdurchschnitt der Handwerksbranche befindet sich das Tischler- und Schreinerhandwerk eher im unteren Drittel. Das erste Lehrjahr wird mit 450 € monatlich, das letzte mit 650 € Brutto entlohnt. Als Ausgelernter kann der Tischler oder Schreiner mit einem Einstiegsgehalt nach Tarif von 2036 € Brutto rechnen, was sich durch eine Weiterbildung zum Meister auf 2690 € Brutto erhöht.

Beschäftigungsentwicklung der Tischler- und Schreinerbranche

In den vergangenen Jahren sind die Beschäftigtenzahlen, wie in allen handwerklichen Berufen auch in der Tischler- und Schreinerbranche stark zurück gegangen. Während es 1999 noch 231.851 Tätige gab, sind es 2009 nur noch 157.985 gewesen. Linear dazu sind aber auch die Zahlen der Erwerbslosen mit diesem Zielberuf von 47.688 auf 29.023 um fast die Hälfte gesunken.

Tischlerarten und artverwandte Berufe in der Holzbranche

Innerhalb des Handwerks gibt es Spezialgebiete auf die sich ein Tischler oder Schreiner fokussieren kann. So stellt der Bautischler hauptsächlich Treppen, Türen und Fenster für Gebäude her, während sich der Möbeltischler eher mit dem Fertigen von Accessoires, wie Stühlen, Tischen und Schränken für den Innenraum beschäftigt. Eine dritte Kategorie bildet der Modelltischler, der in Gießereien Vorstufen für Gussformen aus Holz herstellt.

Zukunft des Tischler- und Schreinerhandwerks

Die fortschreitende Automatisierung der Möbelherstellung und das Drängen von Massenproduzenten auf den Markt, haben dem Möbelhandwerk schwer geschadet und kaum jemand lässt heute noch Möbel in Handarbeit fertigen. Aber auch die Bautischler mussten durch die Entwicklung neuer Baustoffe andere Wege gehen und haben sich im Segment des Trocken- oder auch Innenausbaus platziert. Hier werden Räume und Wände durch Aluminiumständerwerke mit aufgeschraubten Rigipsplatten geschaffen. Ein heutzutage gängiges und schnelles Verfahren in Sachen Gebäudetechnik.

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