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Holzhandel © grey59 by pixelio.de

Holzhandel © grey59 by pixelio.de

Nicht erst neuerdings wird in der Medienlandschaft über illegalen Holzeinschlag berichtet. Nicht desto trotz boomt der rechtswidrige Abbau und der darauf basierende Holzhandel. In vielen Ländern beruhen mittlerweile große Teile des Holzhandels auf illegal geschlagenen Ressourcen.

So soll im Nordwesten Russlands, mit 35% rund ein Drittel des Holzes aus ungesetzlich abgebauten Beständen kommen. Ein großer Teil dieses Holzes soll nach Angaben des WWF in die Europäische Union exportiert werden.

Für den Umfang der Problematik seien nach WWF – Angaben zu lasche Gesetze und ein zu geringes Maß an staatlicher Überwachung in den Ländern der Europäischen Union verantwortlich. Dies wird vor allem daran fest gemacht, dass der Holzhandel mit den USA, obwohl vorhanden, weniger stark ausgeprägt ist. Angeprangert wird zudem, dass Holzhändler die Ware nicht ordentlich oder gar nicht auf ihre Herkunft überprüfen. Doch wie können die Holz verarbeitende Industrie und auch die Verbraucher illegale Hölzer überhaupt erkennen?

Mittel und Wege den illegalen Holzhandel einzudämmen

Die derzeit wohl noch sinnvollste Möglichkeit dies zu tun, bieten die sogenannten „Ökosiegel“. Hierdurch soll nachgewiesen werden, dass die zum Verkauf stehende Ware aus legalem Holzeinschlag stammt. Allerdings verfügen die Meisten dieser Siegel nur über eine beschränkte Aussagekraft. Zumal die Siegel von vielen Holzhändlern schlicht auf illegale Ware angebracht und dann regulär über den Holzhandel vertrieben werden.

Aufgrund der wachsenden Problematik erließ das EU – Parlament im Juli 2010 eine Verordnung, die die Einfuhr illegaler Hölzer in die Europäische Union, ab Januar 2013 untersagt. Nach diesem neuen Gesetz muss jeder Teil der Wertschöpfungskette den Nachweis der Legalität des Abbaus erbringen.

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