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Handwerker arbeitet mit Furnier

Handwerker arbeitet mit Furnier - © mipa by pixelio.de

Ein Furnier bezeichnet dünne Blätter aus Holz mit einer Stärke von 0,3 bis 6 mm. Das Wort Furnier stammt vom französischen Wort „fournir“, was so viel wie bestücken oder beliefern heißt. Damit wurde schon im 16. Jahrhundert der Vorgang bezeichnet, weniger wertvolles Holz mit dünnen Holzblättern einer wertvolleren Holzart zu bekleben. Es gibt verschiedene Verfahren, um diese Blätter von einem Holzstamm abzutrennen.

Das Schälfurnier

Bei der Herstellung eines Furniers mittels schälen muss das Holz erst geschmeidig gemacht werden. Dies geschieht, in dem die Stämme entweder in heißem Wasser gebadet werden, oder indem man sie Wasserdampf aussetzt. Hierbei kann sich die natürlich Farbe des Holzes zum Teil erheblich verändern. Nur wenige Holzarten sind jedoch weich genug, um ohne vorherige Behandlung zum Furnier verarbeitet zu werden. Zum Schälen wird der entrindete Stamm an den Enden eingespannt, damit er drehbar bleibt. Das Schälen erfolgt, wenn der Stamm in schneller Rotation um die eigene Achse gegen ein Messer gedrückt wird. Das Ergebnis wirkt, als ob eine lange Rolle Furnier vom Stamm abgewickelt wurde. Anschließend wird die Rolle in einzelne Blätter geteilt. Furnier, welches durch Schälen hergestellt wurde, hat meist eine Stärke von 0,5 bis 1,5mm. Größter Vorteil bei dieser Art der Herstellung ist, dass sehr großflächige Blätter entstehen können und somit die speziellen Maserungen mancher Holzarten am besten zur Geltung kommen.

Das Messerfurnier

Auch beim Messern werden die Baumstämme zuerst vorbehandelt, also gekocht oder gedämpft. Anschließend wird der Stamm horizontal oder vertikal gegen ein Messer geschoben. Pro Schnitt entsteht ein Blatt Furnier. Neuere Maschinen bewegen nur noch das Messer, anstatt den ganzen Stamm zu bewegen. Durch das Messern kann sowohl 0,4mm dünnes als auch bis zu 6mm dickes Starkschnittfurnier hergestellt werden. Man verwendet es hauptsächlich als Sichtfurnier, wobei die Blätter so dünn sein können, dass ohne Trägermaterial ein Hindurchsehen möglich wäre.

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