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Edles Furnier

Edles Furnier - © RainerSturm by pixelio.de

Das Sägefurnier

Die Herstellung von Furnier durch Sägen ist die älteste Herstellungstechnik. Dabei wird der Stamm eingespannt und es werden mit einer Säge gleichmäßige dünne Blätter abgesägt. Durch die Verwendung einer Säge geht jedoch, je nach Stärke des Sägeblatts, viel Material verloren. Der Abfall in Form von Sägemehl kann 50 bis 80% des Stammes ausmachen. Die Methode ist also mit großem Aufwand und Materialverlust verbunden. Trotzdem werden noch Sägefurniere in den typischen Stärken von 1,2 bis 2,5mm hergestellt. Diese Art ist immer noch gefragt, da das Holz zum Sägen nicht vorbehandelt werden muss und so seine ursprüngliche Farbe behält. Es ist auch weniger anfällig für Rissbildung als Messerfurnier. Zudem lassen sich sehr harte Hölzer nur durch Sägen verarbeiten.

Das Sägefurnier kommt aber vor allem für sehr hochwertige Arbeiten des Schreiners zum Einsatz. Hier bringt die Dicke den entscheidenden Vorteil. Es bildet weniger Risse und kann bei kleineren Kratzern noch aufgearbeitet werden. Auch bei Restaurierungsarbeiten kommt es zur Anwendung um die Originalität zu wahren.

Nutzung und Verarbeitung von Furnieren

Furniere werden in verschiedene Produktarten unterteilt. Das Edel- oder Deckfurnier verwendet man, um Plattenmaterial zu belegen und eine edle Holzoptik zu erzeugen. Man verwendet meist sehr dünne gemesserte Blätter, bei hochwertigeren Arbeiten auch teure Sägefurniere. Je nach Maserung des Holzes und Herstellungsverfahren lassen sich mit den einzelnen Blättern Bilder erzeugen. Als Unterfurnier werden bei hochwertigen Arbeiten Blätter minderer Qualität um 90° gedreht unter der Deckschicht angebracht. Es verhindert, dass sich Schäden oder Merkmale des Leimens an der Oberfläche abzeichnen. Beim Blindfurnier werden ebenfalls minderwertige Blätter verwendet. Diese Art bezeichnet die Anbringung auf später nicht mehr sichtbaren Flächen. Dies ist aber notwendig, damit sich das Holz nicht durch einseitig verzieht. Vor der Verarbeitung werden die einzelnen Blätter meist zu Decken zusammengefügt, damit nur ein Schritt notwendig ist, um das Furnier auf dem Träger zu fixieren. Beim Aufbringen wird grundsätzlich auf den Träger geleimt. Es werden allerdings Leime unterschiedlicher Konsistenz verwendet. Danach folgt das Verpressen. Dabei werden Furnier und Trägerplatte für eine gewisse Zeit mit starkem Druck zusammengepresst. Je nach Leimart und Furnier wird kalt oder heiß gepresst.

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