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Beim Schnitzer

Bald ist es wieder so weit, die Weihnachtszeit steht vor der Tür und dann kann man wieder unzählige wunderbare Krippen bewundern. Ohne diese traditionelle Kunst wäre das Weihnachtsfest um eine Attraktion ärmer. Die liebevoll gestalteten Figuren sind geprägt durch entsprechende Ausdrucksformen der Schnitzer.

Nur noch wenige Personen widmen sich diesem Kunsthandwerk. Konnte man den Schnitzer früher noch sehr häufig antreffen, muss man heute schon genauer hinsehen, um einen Schnitzer zu finden.

Schnitzen ist nicht nur auf die Holzverarbeitung beschränkt. Das Bearbeiten von Elfenbein war in historischen Zeiten eine verbreitete Form der Kunstgestaltung, welche von Adligen und Reichen geschätzt wurde.

Die traditionellen Zentren der Schnitzkunst findet man in Tirol, Bayern und im Erzgebirge, aber auch in Böhmen gibt es eine lange Schnitzer-Tradition, verbunden mit wunderbaren Krippen.

Das Schnitzer-Werkzeug

Die Werkzeuge der Schnitzer unterscheiden sich in Schneideform und Größe. Sie werden allgemein Eisen genannt. Diese Kombinationsmöglichkeiten führen zu Hunderten verschiedenen Werkzeugen, auf die der Schnitzer während seiner Tätigkeit zurückgreifen kann. Die Schneideformen werden nach dem Abdruck benannt, den sie beim senkrechten Hineindrücken in eine Holzplatte hinterlassen. Folgende Werkzeuge gehören zur Standardausrüstung:

Das Balleisen ist ein Werkzeug mit gerader und flacher Klinge, welches der Schnitzer vor allem bei der Herstellung von Rundungen verwendet.

Flacheisen haben eine leicht gewölbte Klinge und eignen sich sehr gut für Rundungen und Flächen.

Hohleisen und Bohrer haben starke Wölbungen, wobei der Bohrer am stärksten gewölbt ist.

Um auf die Werkzeuge entsprechend Kraft zu übertragen, braucht man eine Art Hammer, den sogenannten Klüpfel.

Die Techniken, die der Schnitzer nutzt, haben auch für den Schreiner Bedeutung. Ist der Kunde an einer individuellen Gestaltung der Produkte interessiert, werden regelmäßig die Werkzeuge der Schnitzer verwendet. Der Kerbschnitt ist so eine Technik, die auch im Schreinerhandwerk Anwendung findet. Dabei wird mit Zirkel oder Stift ein Muster auf das Werkstück angebracht und dann anschließend mit den Eisen ausgeschnitten.

1 Kommentar

  1. Kurt Z. sagt:

    Ich finde man kann das auch anders auffassen und nicht nur die Schnitzerei jetzt sehen sondern die Holzverarbeitung mit einbauen, ich habe mal aus Spaß einen Wohnzimmertisch angefertigt in dem ich Platte mit der Felder Kreissäge schnitt und dann Füße mit geschwungenen Ornamenten geschnitzt und zusammen gesetzt, sehr cooles und auch einzigartiges Teil geworden!

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