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Schreinermeister bei der Arbeit

Schreinermeister bei der Arbeit – © Dietmar Meinert by pixelio.de

Der Schreinermeister arbeitet überwiegend in Handwerksbetrieben. Dort übernimmt er sowohl Fachaufgaben als auch Führungsaufgaben. Weitere Einsatzgebiete sind Einrichtungen im Sozialwesen mit angegliederten Werkstätten und die Bühnengestaltung im Theaterwesen. Aufgrund seiner besonderen Ausbildung ist er der Ansprechpartner für die Gesellen bei handwerklichen Problemen. Die Führungsaufgaben können sehr verschiedenartig und komplex sein, deshalb ist die Ausbildung zum Meister, die gemeinhin auch Meisterschule genannt wird, sehr vielfältig. Nicht mehr die Produktionsaufgabe steht für einen Schreinermeister im Vordergrund, sondern die Bereitstellung komplexer Dienstleistungen aus einer Hand mit besonderem Fokus auf die Serviceleistungen.

Die Ausbildung zum Schreinermeister ist in der Handwerksordnung geregelt. Bundesweit gelten die gleichen Prüfungsbedingungen. Ziel der Ausbildung ist es, einen Betrieb zu führen, Leitungsaufgaben zu übernehmen und die Ausbildung der Lehrlinge durchzuführen. Der Tischlermeister soll dabei durch eigenverantwortliches Lernen zukünftige Änderungen der Wirtschaftswelt eigenständig bewältigen können.

Schreinermeister: Schreinern ist nicht alles!

Die Meisterprüfung zum Schreinermeister deckt thematisch vier Bereiche ab, in denen der Prüfling seine Fähigkeiten nachweisen muss. Neben der praktischen Prüfung werden im zweiten Teil die theoretischen Kenntnisse des Schreinerberufs abgefragt. Da der Meister Voraussetzung für die Selbstständigkeit im Schreinerhandwerk ist, werden die angehenden Schreinermeister auch in Betriebswirtschaft und grundlegenden rechtlichen Belangen geschult. Damit jeder Schreinermeister seiner Führungsaufgabe gerecht werden kann, besteht der zweite Teil auch aus arbeitspädagogischen und organisatorischen Prüfungsthemen.

Praxisrelevanz gegeben

 

Wie bei der Gesellenprüfung ebenfalls üblich, muss der Prüfling eigenständig ein Projekt bearbeiten. Der Kundenbezug hat dabei herausragende Bedeutung und ist Praxistest für den Jung-Schreinermeister zugleich. Die anfallenden Planungs-, Durchführungs- und Dokumentationsarbeiten zum Prüfungsobjekt müssen innerhalb von 18 Werktagen absolviert werden. Das Ende der ersten Teilprüfung bildet die sogenannte Situationsaufgabe. Innerhalb von acht Stunden muss der Prüfling eine vom Prüfungsausschuss gestellte praktische Aufgabe ausführen. Die praktischen Tätigkeiten sind im Vergleich zu den Durchführungs- und Dokumentationsaufgaben deutlich stärker gewichtet.

Der betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Teil wird in schriftlicher Form abgelegt. An zwei Tagen darf maximal jeweils sechs Stunden dieser Teilbereich geprüft werden.

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