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Das Holz der Zukunft muss multifunktional sein. Es muss als Baustoff ebenso neue Wege gehen, wie zum Heizen, Elektrisieren und zum Versenken. Alles dreht sich um das frei werden und festsetzen von Kohlendioxid. Lesen Sie selber, was das Holz für die Zukunft ausmachen wird.

Holz Zukunft

Ist Holz unsere Zukunft? Reicht die hölzerne Brücke überhaupt für das nächste Jahrhundert? © Kevin Dooley by flickr.com

Das Holz der Zukunft muss viele Funktionen erfüllen. Einige davon wirken widersprüchlich. Beispielsweise die Verwendung von Holz als Brennstoff bei gleichzeitiger Nachhaltigkeit. Oder das Produzieren von Nullenergiehäusern und das bewusste zurückfahren des Einschlags in den Wäldern. Die Interessen sind vielfältig, bisweilen verwirrend und nicht immer schlüssig begründet.

Was kann uns das Holz der Zukunft bieten? Geht es nach den großen Energiekonzernen in Deutschland, wird bald mehr thermische und elektrische Energie aus unserm Holz kommen. Dabei werden Holzpellets zur Kohleverbrennung hinzugegeben. So möchte Vattenfall bis 2020 acht bis zehn Millionen Tonnen Holz pro Jahr in Schweden, Niederlande und Deutschland verbrauchen. Hierzu zählen auch Biomasse-Heizkraftwerke.

Als Hauptargument wird angeführt, dass es effektiver ist, Kohlenstoffdioxid freizusetzen, das mit der Aufforstung derselben Fläche auch wider eingefangen werden kann. So müssen keine fossilen Brennstoffe verwendet werden, die mehr CO2 Freisetzen, als Wälder aufgeforstet werden können. Einen Haken hat die ganze Sache trotzdem. Den für eine wirklich nachhaltige Bauweise muss dieses Konzept weltweit Anerkennung und Umsetzung finden. Unter Umständen kann es den Chinesen helfen weniger Kohle abzubauen und mehr Bäume anzubauen. Die Kohleabhängigkeit wird dort jedenfalls mittelfristig nicht geringer werden.

Ein Stück Holz mit Zukunft

Einige sehen das Holz der Zukunft geradezu versteinert – aber nicht verbissen. Der natürliche Prozess der Verkieselung, der zum Beispiel beim Bambus auftritt, soll chemisch nachempfunden und industrialisiert werden. Das zumindest sind die Aussichten die Forscher aus Innsbruck mit ihrem Nano-Infiltrationsverfahren verfolgen. Das Holz soll in zahlreiche Eigenschaften verstärkt werden. Darunter fallen der Schutz vor Wind, Wetter, Pilzbefall und Insekten. Zudem soll es nicht brennen oder brechen.

Für das ehrgeizige Vorhaben der Forscher gibt es andernorts sicherlich großes Interesse. Das energieeffiziente Haus, auch Nullenergiehaus, hat bereits in den vergangenen Jahren an fahrt aufgenommen. Dabei kristallisiert sich immer stärker heraus, dass, neben Solarzellen, Holz ein Hauptelement dieser Gebäude ist und sein wird.

Wird Holz in der Zukunft zum Luxusgut?

Der Umgang mit dem Holz ist in Zukunft ein wichtiges Thema. Bereits heute bemängeln zahlreiche Unternehmen das Fehlen nötiger Rohstoffe für ihre Möbel oder Baustoffe. So heißt es, das 8,5 Prozent weniger Erntevolumen auf den Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre abgeholzt werden, obwohl es einen Konjunkturaufschwung gibt. Johannes Schwörer, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Holz und Kunststoff verarbeitenden Industrie (HDH) meint, dass seit Jahren weniger eingeschlagen wird, als nachwächst und so die Preise für Holz künstlich nach oben getrieben werden.

Dieser Konflikt konzentriert sich zwischen steigendem Bedarf und Verbrauch von Holz für immer vielfältigere Funktionen. Gleichzeitig soll es Nachhaltigkeit und sogar Neubildung von CO2-Senken geben. Was natürlich noch mehr Konfliktpotenzial birgt, als der bloße Preisanstieg. Diese neuen Wege zu begehen ist die Aufgabe aller Verantwortlichen, seien es Manager oder Naturschützer.

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