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Holzhaus in der Stadt

Holzhaus in der Stadt © watnu by pixelio.de

In Zeiten, in denen ein Großteil der Konsumprodukte aus Kunststoffen hergestellt wird, sehnen sich mehr und mehr Menschen nach einem Kontrast zum künstlichen. Naturnahe Materialien und Stoffe in Kleidung, Alltagsgegenständen und Nahrung waren und sind immer noch ein Qualitätsmerkmal, welches im Zuge der vielen umweltpolitischen Debatte vergangener Jahre wieder mehr Bedeutung erlangt hat. So trugen insbesondere die Diskussionen um giftige Inhaltsstoffe in Plastikspielzeug aus Südostasien sowie die Klimadebatte dazu bei, dass auch in diesem Jahr wieder Holzspielzeuge und Ökoprodukte aller Art ihren Weg unter die Weihnachtsbäume deutscher Haushalte finden werden. Und auch im Hausbau wird das Holz als Baumaterial allmählich wieder neu entdeckt.

Dabei kommt das Holz als organisches Baumaterial keineswegs nur für die Herstellung einzelner Bauelemente der Hauskonstruktion infrage. Im Gegensatz zu anderen Bauformen bestehen bei einem Holzhaus der Wandaufbau aus tragenden Holzbalken, die ihrerseits mit Holzpanelen verkleidet werden. Materialien wie Kunststoffe oder Stein kommen nur spärlich zum Einsatz. Das Holzhaus gibt es in einer Vielzahl verschiedener Variationen. Neben, den in Nordamerika und Skandinavien immer noch populären, Blockhaus Bauweisen, dem Schweden- und dem Gartenhaus werden in Deutschland auch immer mehr Mehrfamilienhäuser aus Holz gefertigt. Diese finden sich unter anderem auch in Großstädten wie Berlin und Hamburg wieder.

Holzhaus: Vor- und Nachteile

Der Hauptabsatzmark sind jedoch nach wie vor Einfamilienhäuser aus Holz. Eine Umfrage unter Bauherren in Deutschland ergab, dass gegenwärtig 15 bis 20 Prozent aller Einfamilienhäuser in der Bundesrepublik aus Holz gebaut werden – ein beachtlicher Aufschwung dieser Bauweise in der Gunst der Kunden ist hieraus abzulesen. Doch warum erfreut sich das Holzhaus so großer Beliebtheit? Diese Frage wurde Holzhaus – Besitzern in Deutschland gestellt. Neben der ökologischen Verträglichkeit des Materials gaben viele Eigenheimbesitzer das gute Wohnklima der Häuser als Begründung an.

Speziell die gute Außenisolation wurde von den Hausbesitzen gelobt. Die Befragten gaben an, dass ihre Häuser im Winter weniger Heizkosten verursachen als gleichgroße Massivhäuser und im Sommer angenehme Raumtemperaturen aufweisen. Weiterhin wurden auch die natürliche Wärme des Baumaterials sowie die vergleichsweise geringe Schadstoffbelastung und die trockenere Raumluft als Argumente für die Entscheidung zum Holzhaus vorgebracht. Zudem wurden auch die akustischen Eigenschaften der Häuser gelobt.

So gewichtig diese Vorteile der Holzbauweise auch sein mögen, eine der häufig gestelltesten Fragen, im Zusammenhang mit Holzhäusern, bleibt unbeantwortet. Die Rede ist von der Pflegeintensivität und der Langlebigkeit des Baumaterials. Im Wesentlichen gestaltet sich die Pflege eines Holzhauses in der Tat schwierige als bei Steinbauweisen. Grundsätzlich benötigt ein Holzhaus mindestens alle 6 bis 8 Jahre einen erneuten Anstrich von Fassade und Dachflächen, um die Konstruktion langfristig vor Witterungseinwirkungen schützen zu können. Dabei sollte der Seite des Hauses, die der Witterung am stärksten ausgesetzt ist besondere Beachtung geschenkt werden. Je nach Pflegeintensivität und Massivität der Bauweise zwischen 100 Jahren und mehreren Jahrhunderten. Damit schneiden die Holzhäuser im Vergleich zu Steinbauten zwar immer noch schlechter ab als von vielen gewünscht. Allerdings ist zu beachten, dass Energiekosteneinsparungen die geringere Lebensdauer und den höheren Pflegeaufwand der Holzhäuser teilweise oder ganz amortisieren können.

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