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Du bist hier: Startseite » Holzböden » Das Parkett ölen – die klassische Methode, Ihren Holzboden zu vergüten

Jeder Holzboden benötigt eine Oberflächenbehandlung. Das Oberklasse-Modell unter diesen, das Parkett, sollte besonders gut vor äußeren Einflüssen geschützt werden. Schreinereien.com vergleicht das klassische Ölen des Parketts mit Alternativen und erklärt, worauf es bei der Behandlung Ihres Fußbodenbelages ankommt.

Das Ölen des Parketts schützt vor Verfärbungen sowie Stoßschäden und verleiht dem Boden einen mattes, naturgetreues Aussehen. © Schreinereien.com

Holz ist ein natürlicher Werkstoff – neben hygroskopischen Eigenschaften zur Raumklima- und Luftfeuchtigkeitsregelung Ihres Wohnraumes sowie einem besonders authentischen Aussehen bedeutet das für Sie, dass Sie dieses gut pflegen müssen. Ein Parkettboden wird daher mit speziellen Mittel versiegelt. Gäbe es diese nicht, so könnten Stoffe mit der Oberfläche des Holzes reagieren und es entstünden Verfärbungen, das Parkett wäre anfälliger gegenüber mechanischen Belastungen und jedes verschüttete Glas Wasser bedeutete eine fatale Feuchtestelle im Holz. Das Ölen gilt als klassische Methode, die Oberfläche des Parkettbodens zu behandeln.

Die Versiegelung des Parketts: Ölen, Wachsen oder Lackieren?

Neben unterschiedlichen Schutzeigenschaften, betonen die Versiegelungsmethoden eines Parkettbodens auch verschiedene optische Aspekte des Holzes. Öl verleiht Ihrem Parkettboden einen matten Look und hebt die Strukturen des Holzes hervor – ästhetisch voll im Trend und besonders im europäischen Raum sehr verbreitet. Optisch ähnlich verhält es sich mit dem Wachsen des Holzes, dieses ist heutzutage jedoch kaum noch gebräuchlich und findet zumeist nur noch in speziellen Ölen Verwendung. Ein mit Lack versiegelter Parkettboden dagegen lässt das Holz hochglänzend erscheinen – besonders in den USA sehr beliebt. Welche Optik Ihnen zusagt ist letztlich Geschmackssache.

Das Öl versiegelt Ihr Parkett, ohne darauf einen sichtbaren, abdeckenden Film aufzutragen. Statt einer aufliegenden Versiegelungsschicht wird die oberste Holzschicht des Bodens selbst gehärtet. Die Poren des Holzes können somit frei atmen und die Luftfeuchtigkeit Ihres Wohnraumes besonders gut aufnehmen und abgeben. Gemeinhin gelten mit Öl vergütete Parkettböden als etwas empfindlicher als lack-versiegelte Modelle, insbesondere mit dem Aufkommen verfeinerter Öle lässt sich dies jedoch nicht mehr eindeutig behaupten. Auch ist die Effektivität der jeweiligen Versiegelungsmethode abhängig von den Eigenschaften des verwendeten Holzes und der Art des Parkettbodens. So ist etwa das Industrieparkett sehr robust und unempfindlich gegen mechanische Stöße, da hier mosaikartig, parallel verleimte Holzstäbe eine sehr belastbare Bodenfläche bilden.

Aushärtende Öle, welche zum Großteil aus Kunstharzen bestehen, können die Schutzwirkung eines lackierten Parkettbodens durchaus erreichen. Ein entsprechendes regelmäßiges Nachölen versichert eine zuverlässige Instandhaltung des Holzes. So sollten Sie das geölte Parkett zwei bis drei Mal im Jahr mit einem Pflegeöl nachbehandeln und auch regelmäßig polieren – ein Mehraufwand, der sich dadurch rechtfertigt, dass Sie im Falle einer Beschädigung des Holzes, die Problemstelle lokal nachbessern können. Mit Lack versiegelte Parkettböden sind zwar langlebig und bedürfen keiner regelmäßigen Nachlackierung, wird der Lack jedoch beschädigt, so muss das gesamte Parkett neu versiegelt werden.

Das Ölen des Parketts

Haben Sie sich dazu entschieden, Ihr frisch verlegtes Parkett zu ölen, oder weist Ihr geölter Parkettboden Verfärbungen oder Kratzer auf, so haben wir für Sie die wichtigsten Schritte zur Behandlung des Holzes in einer kurzen Anleitung zusammengefasst. Auf diese Aspekte sollten Sie bei der Ölung Ihres Parketts achten:

  • Bevor Sie das Holz ölen, sollte der Parkettboden unbedingt entstaubt und abgeschliffen werden.
  • Das Parkett sollte nur bei Raumtemperaturen von etwa 18 bis 25° Celsius geölt werden. Um ungleichmäßige Verfärbungen zu vermeiden, sollte direkte Sonneneinstrahlung verhindert werden.
  • Das Öl sollte satt und gleichmäßig aufgetragen werden, ohne dabei stehende Pfützen entstehen zu lassen.
  • Nach einer Einwirkzeit von 15 Minuten werden sämtliche Ölreste vom Parkett entfernt und nach selbigem Verfahren wird das Parkett noch ein bis zwei Mal geölt, bis der Boden schließlich poliert und nach höchstens 48 Stunden wieder begehbar wird.

Die Kosten des Ölens belaufen sich lediglich auf die Anschaffungskosten eines geeigneten Öls und eventueller Pinsel oder Gummiwischer. Auch Schleif- und Poliermaschine sollten miteinkalkuliert werden. Nur der Fachmann kann bestimmen, welches Öl sich am besten für Ihren Holzboden eignet. Selbst wenn das Ölen des Parkettbodens als relativ einfach gilt und Sie handwerklich begabt sind, sollten Sie in Erwägung ziehen, diese Arbeiten einem geschulten Profi zu überlassen. Besonders das Abschleifen des Parketts sollte mit Geschick und Erfahrung ausgeführt werden, um den Boden nicht unnötig zu beschädigen.

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