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Treppenhaus

Treppenhaus als Raum der Begegnung - © robad0b by flickr.com

Schon das historische Rom baute Häuser, die ein Treppenhaus benötigten, da sie mehr als ein Stockwerk hatten. In Rom waren dies vor allen die Regierungsgebäude und die Häuser von den sehr reichen Stadtbewohnern, die sich ein solches Treppenhaus, aus Stein oder Marmor geschliffen, leisten konnten. Fortwährend entwickelte sich dieser Raum der Begegnung zu einem repräsentativen Vorzeigeobjekt. Die neuen Treppenstufen zum Palast der Renaissance entsprachen daher immer mehr einer prunkvollen und protzigen Darbietung, je nachdem, was sein Besitzer ausdrücken wollte oder konnte. Zu dieser Zeit gab es verschiedene Ausführungen im Treppenbau. Fanden sich in den Schlössern und Burgen prächtige Stufen, die bequem zu gehen waren, fand der gemeine Soldat in seiner Zinne nur eine schmale Spindeltreppe vor, die eng, kalt, nass und dunkel war. Wenn Bauernhäuser überhaupt ein zweites Stockwerk erreichten waren die Treppen eher Leitern und von Bequemlichkeit war keine Spur. Ein Treppenhaus als Anbau und aus Holz war das Einzige was man sich, wenn überhaupt, leisten konnte.

Treppenhaus – eine Treppe nach Maß

Dabei gibt es seit dem 17. Jahrhundert, genau gesagt seit 1683, eine umfangreiche Analyse von François Blondel, den Cours d’architecture, indem er konkrete Formeln für die Berechnung der Treppensteigung vorlegt. Diese Formeln haben ihre Gültigkeit bis heute nicht verloren und regulieren den Treppenbau in jeder Form. Sie besagen, dass ein Schritt sich aus Steigung und Auftritt zusammenstellt. Die Beziehung zwischen diesen beiden Werten bestimmt die Formeln. Die Schrittlänge (Grundeinheit) ist die Differenz der Fersenhinterkanten der Füße bei einem Schritt und liegt zwischen 63 und 65 cm. Schrittmaß-, Sicherheits- und Bequemlichkeitsregel lassen sich mit diesen Werten errechnen. Im Treppenhaus merkt man für gewöhnlich nicht mehr, wie viel Mathematik in diesen Stufen steckt, doch im Treppenbau ist weitaus mehr zu beachten, als die Wahl von Form und Farbe.

Treppenhaus vom Fachmann

Durch die vielen DIN-Normen und Sicherheitsregeln, die es beim Treppenbau zu beachten gilt (DIN 18065, Feuerschutz, Schallschutz), ist es insbesondere schwer für den Laien, ein solches Treppenhaus selber zu bauen. Selbst eine Treppenrenovierung oder -sanierung sollte daher dem Fachmann überlassen werden, denn die Verletzungsgefahr, wenn etwas mit der Treppe nicht stimmt, ist viel höher als die zusätzlichen Kosten, die eine fachgerechte Montage kostet. Zudem bringt der Handwerker eine Garantie mit, die man beim Treppe selber bauen nicht hat.

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